Gemeine Diebe in Berlin

Schon zwei Mal in diesem Jahr wurde in Spieleläden eingebrochen und jedes Mal habe ich mich gefragt, wie das sein kann. Mitte des Jahres wurde das FUNtainment ordentlich beklaut. Die gemeinen Diebe müssen sich vorher ausgiebig im Laden umgeschaut haben, denn sie wusste genau, was sie mitnahmen. Und kürzlich dann erneut ein Einbruch, diesmal in der Area 51 – Games, more Games and Everything in Schöneberg.

Hier sind nicht nur zwei Scheiben zu ersetzen und mit mehreren tausend Euro Schaden zu leben, besonders ärgerlich ist die mutwillige Zerstörung von zahlreichen Miniaturen, die sich im Schaufenster befanden. Ein Teil der Figuren, wohl die die heilgeblieben waren, wurden kurzerhand auch mit eingesteckt und auch hier klaute man, was nicht niet und nagelfest war.

Mir stellen sich dabei mehrere Fragen, zwei von diesen kristallisieren sich aber deutlich heraus.

1. Wieso haben die Nachbarn nichts gesehen?

Die Revaler Straße mag etwas abgelegen sein und Richtung S-Bahn Gleise recht offen, doch dort wohnen doch Leute, die gehört haben müssen. Ebenso in der Eisenacher Straße. Hier stehen die Häuser recht nah beieinander und nachdem man durch eins der beiden Schaufenster nicht durchgekommen war, hatte man bei der zweiten Glasbarriere mehr Erfolg. Dies muss doch jede Menge Krach machen, daher frage ich mich, wieso das niemand mitbekommen hat? Mitten in Schöneberg … das geht einfach nicht in meinen Kopf rein. Gerade von Freitag zu Samstag ist doch da auch spät in der Nacht immer noch etwas los.

2. Wer steckt dahinter und was sind die Beweggründe?

Klar, viele werden jetzt denken, dass die Beweggründe deutlich sind. Geld. Man nimmt einem anderen etwas weg und verkauft es dann weiter. Sicher brachen die Diebe nicht aus Eigenbedarfsgründen ein, sondern um die Waren zu Geld zu machen. Ich verstehe nicht, wie man bemalte Figuren klauen kann. Das ist wie mit einer Mona Lisa, die kann man dann auch nur noch in seinem Keller aufhängen. Sind es Insider, also Leute die mit dem Hobby und der Szene etwas zu tun haben oder hatten die beiden Läden einfach nur Pech. Gab jemand den Auftrag oder geschah es in Eigenregie?

Verstehen muss man es nicht, klar ist jedoch, dass auch SpielWAREN einen Wert haben, der gerade bei Miniaturen wie Warhammer oder Herr der Ringe nicht unerheblich ist. Dies müssen die Langfinger auf jeden Fall gewusst haben. Die Frage ist nun, wie man sich in Zukunft besser vor sowas schützt und ob das überhaupt möglich ist. Eine Kamera die des Nächtens alles aufzeichnet, wäre vielleicht ein Anfang.

Ich finde es jedenfalls sehr beschämend für die, die soetwas tun und damit nicht nur gegen geltendes Gesetz verstoßen, sondern auch die Existenz der Ladenbetreiber gefährden. Hoffen wir, dass 2009 da etwas ruhiger wird.