Bereits das fünfte Addon für Fallout 3 ist Mothership Zeta, bei dem der eigene Charakter von Aliens entführt wird. Nähert man sich dem abgestürzten Raumschiff der Außerirdischen zu sehr, findet man sich sogleich unbeweglich ein einer Art Traktorstrahl, der einen vom Erdboden Richtung Himmel leitet. Dann wird der Bildschirm weiß und man verliert sein Bewusstsein. In meinem Fall wollte ich einem Freund nur kurz die Absturzstelle zeigen und schon war es passiert.
Vergleichbar mit seiner Geburt am Anfang des Spiels erblickt man hier kurze Zeit später das Weltraumlicht und findet sich umringt von einer Hand voll Aliens, die einen beäugen und scheinbar über das neue Testobjekt sprechen. Dann kommt der mechnische Untersuchungsarm zum Einsatz und man selbst wird wieder bewusstlos. Wenig später findet man sich in einer Zelle wieder, in der noch eine Gefange sitzt, eine Menschenfrau, die ziemlich bärbeißig ist.

Mit ihr zusammen gelingt die Flucht aus der hoch technisierten Zelle und somit beginnt das Abenteuer in einer fremden Umgebung. Leider wurden alle Sachen eingezogen, so steht man nicht nur ziemlich schutzlos da, sondern muss sich anfangs nur allein mit seinen Händen erwehren. Kurze Zeit später findet man aber seine Sachen wieder und kann in gewohnter Manier durchs Leben gehen. Wie sich herausstellt, sind die Aliens nicht erst seit gestern hier, sondern schon etwas länger. So trifft man im Verlauf der Suche nach Freiheit auf einen Samurai, einen Cowboy und noch einige andere Charaktere, die aus verschiedenen Zeitepochen stammen. Ganz schön abgefahren, die miteinander agieren zu sehen.
Mothership Zeta ist ein ziemlich actionlastiges Addon, bei dem es im Grunde nur auf das Rumgeballer und Überleben ankommt. Die Grafik und die ganze Aufmachung des Raumschiffes sind jedoch sehr beeindruckend. Nebenbei gibt es noch eine Sammlung an Aufzeichnungen von Entführten zu finden, bei dessen Komplettierung man sich Alien-Archivar nennen darf. Kämpft man sich zuerst durch die untersten Ebenen des Raumschiffs, findet man sich etwa zur Hälfte des Zusatz-Contents auch mal außerhalb des Schiffes. Weiter oben ist, wie sollte es anders sein, die Brücke und auch unser Ziel.
Ein Todesstrahl muss deaktiviert, jede Menge Aliens überwunden und zum Schluss sogar gegen ein anderes Mutterschiff gekämpft werden. Auch wenn ich die anderen Zusatzpakete noch nicht kenne, glaube ich dass Mothership Zeta die aufregendste, aber leider auch das Kürzeste ist. Man fühlt sich regelrecht in eine fremde Welt versetzt und nach fünf Stunden Spielzeit findet man es fast schon etwas schade, dass man wieder auf den verdreckten Planeten zurück muss. Aber ab und zu kann man sich ja eine Auszeit im Kapitäns-Sessel gönnen und die wunderschöne Aussicht auf den Planeten Erde genießen.

