Fallout 3: The Pitt

13. September 2009 von Tanis  
abgelegt unter Konsolenspiele, X360

Letzte Woche war ich mal wieder in der Welt von Fallout 3 unterwegs. Nachdem ich von Aliens entführt worden war (Mothership Zeta), wendete ich mich diesmal einem sehr menschlichen Problem zu, der Sklaverei im weit entfernten Pitt. Auch im Ödland gibt es Sklaven-Händler, doch nachdem ich Paradise Falls dem Erdboden gleich gemacht habe, ist die Situation in meiner Fallout 3-Realität überschaubar geworden.

Nachdem man sich das Addon zugelegt hat, wird man einen Funkspruch auffangen. Weit im Norden wartet Wernher, ein entlaufener Sklave aus dem Pitt, der um Hilfe bittet. Nachdem man sich ein passendes Sklaven-Outfit besorgt hat, kann es auch schon losgehen. Den treuen Begleiter muss man jedoch zurücklassen. Man ist also auf sich allein gestellt und in dem Moment, wo Wernher zu mir meinte, dass ich auch all meine Sachen zurücklassen muss, wurde mir schon etwas mulmig.

screenshot1

Nach einem etwas holprigen Spatziergang über eine vermiente Brücke erreicht man seine neue Heimat. Die Unterstadt, in der man sich mal sich mal so richtig die Finger schmutzig machen darf. In einem Stahlwerk arbeiten und Eisenbarren aus dem Werkshof voll Troggs holen, ist gar nicht mal so einfach, doch wer schlau genug ist, lässt die Sicherheits-Roboter ein bisschen helfen.

Hat man sich bewiesen, erhält man die Möglichkeit, sich in der Arena nach oben zu kämpfen. Hat man das überstanden, bekommt man auch seine Sachen wieder und kann sich mit dem Herrscher über Pitt befassen. Ashur, ein ehemaliger Paladin der Bruderschaft des Stahls herrscht hier mit harter Hand. Er ist sich der Krankheit, der so viele erliegen durchaus bewusst und seine Frau sucht angeblich auch schon länger nach einem Heilmittel. Was mir bis heute nicht klar ist, warum die Bruderschaft des Stahls den Pitt zu dem machte, was er heute ist. Leider sind bisher sämtliche Versuche, von den Brüdern und Schwestern in der Zitadelle etwas zu erfahren, im Sande verlaufen.

Nun heißt es sich entscheiden, welchen Weg man gehen will. Vertraut man Wernher oder doch eher Ashur? Ich für meinen Teil habe mich für die Sklaven eingesetzt und die Oberstadt in Dunkelheit gehüllt. Alle die, die mich nicht schon im Vorfeld versucht haben, von meinem Tun aufzuhalten, wurden kurze Zeit später von einer Heerschar an Troggs überrannt. Mir gelang mit Mühe und Not die Flucht zurück in die Unterstadt. Dort versuchen nun die Sklaven, die nun für sich selbst arbeiten, ein Heilmittel zu finden. Doch ob sie erfolgreich sein werden, ist nicht sicher. Eins ist jedoch klar, die Arbeiter von Pitt stehen nicht länger unter Ashurs Knute und können frei entscheiden, was sie tun und was sie doch lieber lassen.

Ein herrlich düsteres Addon, mit jeder Menge Dreck und Gewissensbissen. Ich war mir noch nie so unsicher, ob ich hier wirklich das richtige getan habe. Immerhin hat mein Charakter in Fallout 3 ein Kind entführt und viele Menschen ins Verderben gestürzt. Oftmals fragte ich mich, ob Wernher mit offenen Karten gespielt hat. Ein Arbeitskollege von mir spielt ebenfalls Fallout 3 und er hat den anderen Weg gewählt. Er vertraute Ashur und lies die Sklaven in ihren Ketten.

Sag uns Deine Meinung

Sag uns, was Du dazu denkst ...
achja, wenn Du ein Benutzerbild zum Kommentar haben möchtest, besuche die Website gravatar.com!