Dragon Age: Origins

Die letzten Tage und Wochen hat mich ein Spiel in seinen Bann geschlagen, wie schon lange kein Anderes mehr. Ich rede hier von Dragon Age: Origins und ich spiele Selbiges auf der Xbox 360. Nachdem ich anfangs etwas vom reichhaltigen Blutherumgespritze angespannt war, fand ich immer mehr Gefallen an diesem fantastischen Epos in der Welt Ferelden. Als Zwerg adliger Abstammung wurde ich Opfer eines intriganten Königshauses und musste nach meiner Verbannung meine Ehre wiederherstellen. Ich fand Zuflucht in den Armen der Grauen Wächter und beschritt fortan einen neuen, vielversprechenden Weg.

Das Spiel fühlt sich schon längst nicht mehr nur wie ein Spiel an, sondern geht deutlich in Richtung Film. Die Videosequenzen vor wichtigen Ereignissen oder beim ersten Erreichen eines neuen Ortes sind atemberaubend und auch die Geschichte, die dieses Spiel erzählt ist mit keiner mir bisher bekannten Videospielgeschichte im Fantasybereich zu vergleichen. Ich saß mit meinem Hauptcharakter insgesamt vierzig Stunden vor meinem Fenster in diese fantastische Welt und traf am Ende eine Entscheidung, die mich heute noch grübeln lässt, ob dies wirklich der richtige Weg war und genau das liebe ich an diesem Spiel.

Dragon Age: Origins Weltkarte

Am Ende führen alle Wege zu dem unvermeidlichen Finale hin, doch sie sind so zahlreich und so grundverschieden wie die Facetten der Charaktere, die man bei Beginn des Spieles zur Auswahl gestellt bekommt. Schon allein die Charaktererstellung verbraucht über eine Stunde. Jede Kleinigkeit am Charakter und dessen Aussehen lassen sich einstellen und da verliert man sich gerne schon mal in Details. Die Geschicht ist gigantisch und auch die deutsche Synchronisierung gefällt mir sehr. Die Originalstimmen kenne ich leider nur aus Youtube-Videos, ich denke aber diese hätten mir noch einen Tick besser gefallen.

Alles in Allem kann ich nur sagen, das Dragon Age: Origins vielleicht etwas zu blutig ist, aber ohne dieses Detail wäre dieser Titel deutlich unspannender. Nachdem ich mich nun einmal als gute Seele durch das Geschehen Fereldens gekämpft habe und keine Mühen scheute, das Leben von Zwergen, Elfen und Menschen zu verschonen, werde ich nun mit einem zwielichtigen Elfen eher den einfachen und meist kürzeren Weg gehen. Erste Auswirkungen davon habe ich in Redcliff erlebt und ich war schon ein wenig von der deutlich anderen Ereignisreihe geschockt. So geht es also auch? Ich weiß nun jedenfalls, warum es Graue Wächter sind, denn sie bewegen sich zwischen Licht und Dunkel, zwischen Gut und Böse und oft heiligen die Mittel den Zweck. Im Grunde zählt nur eins, das Überleben möglichst vieler Individuen.