Avernum – Computerrollenspiel der alten Schule
Dezember 20, 2009 by shakasta
Filed under Computerspiele
Eine riesige Unterwelt voller Gefahren erwartet den Spieler in den zwei Avernum-Trilogien der kleinen amerikanischen Softwareschmiede Spiderweb. Rundenbasierte Kämpfe und eine epische Geschichte locken Computerrollenspieler der alten Schule in ihren Bann.
Mit bis zu vier Helden zieht man durch die Höhlen von Avernum, metzelt Banditen und Kobolde nieder und löst zahlreiche Rätsel und Aufgaben. Die Grafik ist antiquiert und minimalistisch, dafür entschädigt das auf Fertigkeiten beruhende Charaktersystem und die umfangreiche Geschichte mit immer neuen Wendungen.
In der riesigen, frei bereisbaren Welt von Avernum laden viele kleine Nebenaufgaben zur Erkundung ein. Die Heldengruppe benötigt mehrere dutzend Stunden Spielzeit, um die Hauptgeschichte durchzuspielen. Zahlreiche Kämpfe erfordern taktisches Geschick, nur überlegter Einsatz von Zaubern und Kampfertigkeiten verhilft zum Sieg.
Der neueste, sechste Teil der Avernum-Saga ist gerade für den Mac erschienen, eine Windows- Version kommt im März 2010 heraus. Umfangreiche Demos zu den einzelnen Spielen der Reihe lassen sich auf dem Firmenwebsite herunterladen. Wer Wert auf Spieltiefe legt und sich von einer recht einfachen Darstellung und viel Text nicht abschrecken lässt, sollte mal einen Blick wagen.
Rollenspiel-Stammtisch im Syndikat
Dezember 10, 2009 by shakasta
Filed under Berlin, Veranstaltungen
Jeden ersten Montag im Monat treffen sich Rollenspieler im Syndikat in Neukölln zum Stammtisch. Im Dezember schaute ich (shakasta) das erste Mal vorbei und es wurde ein sehr netter Abend. In der linksalternativen Kneipe nahe U-Boddinstraße gibt es Essen, preiswertes Bier und zum Stammtisch jede Menge Gespräche über Pen-and-Paper RPGs. So hörte ich zum Beispiel von einem Rollenspiel, bei dem die Helden Gemüse aus dem Garten eines Zauberers darstellen. Aber auch über bekanntere Systeme wie DSA und D&D wurde diskutiert.
Die Runde schwankt in der Größe, am Montag waren wir zu acht. Die regelmäßigen Teilnehmer findet man beim Nexus e.V. und in einem Forum. Der Stammtisch ist für Gäste offen, ich traf alte Rollenspielhasen, aber auch ein recht unerfahrener Spieler kam vorbei. Gerne fahre ich am 4. Januar zum nächsten Termin wieder nach Neukölln.
Eve Online – Galaxie auf der anderen Seite des Universums
Dezember 5, 2009 by shakasta
Filed under Computerspiele, MMOG, Spiele
Raumschlachten mit hunderten von menschengesteuerten Schiffen oder gemütlicher Erzabbau allein in einem Asteroidengürtel – dies und viel mehr ist möglich in Eve Online, einem MMOG des isländischen Unternehmens CCP games. Seit 2003 können Spieler aus aller Welt in Dutzenden unterschiedlicher Schiffe durch die virtuelle Science-Fiction Welt reisen, miteinander handeln, online Freundschaften knüpfen oder sich gegenseitig mit einer Vielzahl von Waffen abschießen.
In einer winzigen, kaum bewaffneten Fregatte beginnt das Leben eines Spielers in Eve. Nach einer kurzen Einführung bleibt es jedem selbst überlassen, sich Ziele zu setzen und zu erreichen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Spielen dieser Art gibt es keinen festgelegten Karrierepfad mit einer Folge von Aufgaben, die Nutzer müssen sich ihre eigene Nische im simulierten Weltall suchen. Hierbei kann die Mitgliedschaft in einem Zusammenschluss mehrerer Spieler, einer sogenannten Gesellschaft, helfen. Sowohl industrielle Gesellschaften, die sich auf Handel und Warenherstellung konzentrieren als auch kriegerische Gesellschaften, die sich dem Raumkampf widmen, findet der Neuling in den Raumstationen der einzelnen Sonnensysteme.
Die zentralen Systeme patrouilliert eine Polizeiflotte, Angriffe kommen hier selten vor. Die äußeren Sektoren der niedrigen Sicherheitsstufen hingegen sind heiß umkämpft, die Regel “Wenn es kein Freund ist, schiess es ab” gilt dort fast überall. Ohne starke Gesellschaft, möglichst in einer schlagkräftigen Allianz mehrerer Gesellschaften, überleben in diesen gesetzlosen Regionen nur wenige Solospieler.
Politische Beziehungen und Kriege dieser Allianzen, die auch außerhalb des Spiels in Foren und auf Webseiten gepflegt werden, bilden ein Kernstück von Eve Online. Besonders spannend ist das Ganze dadurch, dass die Spielergemeinde nicht, wie bei Konkurrenzprodukten, auf zahlreiche Server verteilt wird sondern alle Spieler auf dem selben Server in einem Universum existieren.
Eve wird ständig weiterentwickelt, die letzte Erweiterung erschien am ersten Dezember 2009. Die Nutzung kostet etwa 15 Euro im Monat, abhängig vom gewählten Abonnement. Eine zweiwöchige kostenlose Probezeit hilft, zu entscheiden, ob man sich mit dem offenen Konzept von EVE anfreunden kann. Auf der Website des Spiels findet ihr weitere, umfassende Informationen.








