Willkommen auf Bonnies Ranch

Juni 16, 2010 by Tanis  
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Etwas mehr als drei Wochen beschäftigt mich Red Dead Redemption nun schon. Ich war nie ein großer Fan von Shootern oder dem Wilden Westen, doch beides in Kombination und dann nach von Rockstar Games schlägt selbst mich in seinen Bann. Wie Grand Theft Auto (GTA) soll es sich spielen, doch auch hier habe ich noch nie einen Fuß reingesetzt. Nun bin ich aber schwer am Überlegen, das noch nachzuholen. Doch zurück zum Wilden Westen. Als John Marston erlebte ich die letzten Tage und Wochen ziemlich intensiv, wie sich wohl der Wilde Westen angefühlt haben könnte. Als ehemaliger Outlaw bekommt einen die Regierung über die eigene Familie in den Griff und bewegt uns dazu, unsere alte Bande ausfindig und dingfest zu machen. Dass dabei nicht alles so glatt geht, wie geplant, war mir spätestens nach der ersten halben Stunde klar. Gerettet wird man von Bonnie, die eine Ranch besitzt. Dort hilft man so gut man kann, um sich für die Hilfe der alleinstehenden Dame zu bedanken. Wäre da nicht die eigene Frau, ich könnte schwören dass Bonnie gut zu John gepasst hätte. An einem ganz bestimmten Punkt im Spiel werdet ihr wissen, wovon ich spreche.

Nach nun fast 48 Stunden Spielzeit musste ich feststellen, dass alles ein Ende hat und die Welt sich immer weiter dreht … ob mit oder ohne Dich. Red Dead Redemption ist neben jeder Menge blauer Bohnen, rauchender Colts und Ritte in den Sonnenuntergang von seiner Story her sehr fesselnd. Die Möglichkeiten scheinen schier endlos. Karten kloppen in allen Varianten oder doch lieber eine Runde Würfelpoker. Geld kann man damit schnell machen, leider aber auch verlieren.  Die Charaktere, die einem am Anfang noch fremd und ungewöhnlich vorkommen, wachsen Dir schon schnell ans Herz. Ab und zu fragt man sich, ob das was man da tut, das Richtige ist. Ich für meinen Teil habe immer versucht den richtigen und vor allem guten Weg zu gehen, doch manchmal gelang mir das nicht ganz. Zu deutlich kam Johns Vergangenheit immer wieder zu Vorschein.

Dennoch ließ man ihn durch mich wieder in ein geordnetes Leben zurückkehren. Frau und Kind sind doch nicht erfunden und geben dem Spiel ein ganz neues Gefühl. Vor allem die gemeinsame Jagd mit dem Sohn, der seine Nase lieber in Bücher steckt, weckt väterliche Gefühle. Ich weiß, es ist nur ein Spiel, aber ähnlich wie bei Bioschock 2 kann man hier von einer fesselnden Geschichte sprechen, die einen auch noch Stunden nach dem letzten Spiel über Selbiges grübeln lässt. Die Grafik ist atemberaubend und heute habe ich mein erstes Gewitter miterlebt. Alles wirkt so verdammt realistisch, fast schon wie ein Film. Ihr solltet euch, so ihr im Besitz einer PlayStation 3 oder einer Xbox 360 seid, das Spiel auf jeden Fall man ansehen.

Eins der Glanzstücke im Jahr 2010 und ich glaube, da kommt noch einiges an Content nach.