Bullshitplug
Juni 18, 2010 by Tanis
Filed under Featured, Kartenspiele, Spiele
Die Jungs von TerrorBull Games haben mal wieder Großes geleistet. Diesmal glänzen sie mit einem Spiel zur Krise von BP (British Petroleum). Ihr nunmehr drittes Spiel geht aber nicht in Produktion, sondern direkt an die Spieler raus. Es ist völlig kostenlos und steht seit wenigen Tagen zum Download bereit. Als reines 2-Personen-Spiel etwas ungewöhnlich für diesen noch recht jungen Verlag, schlüpfen die Spieler in die Rolle des Konzerns BP bzw. der allgemeinen Öffentlichkeit. Beide Spieler legen verdeckt ihre Karten und werten dann das Ergebnis aus. Ziel von BP ist es, den Aktienkurs auf 7.00 zu bekommen. Die Öffentlichkeit gewinnt, wenn das Leck repariert ist. Bei allen anderen Ergebnissen verlieren beide Spieler! Ein schönes kurzes Spiel für Zwischendurch, dass man sich einfach mal so ausdrucken und ausprobieren kann. Der Spieleblog Brettspielplatz hat sich übrigens die Mühe gemacht, das ganze mit Hilfe einer Fachübersetzung in die deutsche Sprache zu übersetzen. Eine deutsche Version findet ihr also auch als Download. Danke für die Mühen, die hier betrieben wurden.
[KOMA] War on Terror
Wann habt ihr das letzte Mal Risiko gespielt? Und wie sieht es mit Siedler von Catan aus? War on Terror hat von beiden Elementen etwas und dazu noch eine gehörige Portion Humor. Als einzelnes Imperium versucht ihr die Weltherrschaft an euch zu reißen. Man kann zwar auch eine Weile mit anderen kooperieren, aber auf lange Sicht kann nur einer Chef von Alles werden. Wenn dann mal nichts mehr geht, kann man sich immer noch dem Terrorismus anschließen und hier gewinnt man dann auch gemeinsam.
Die Frage ist nur, ob dann die Seite, für die man kämpft, noch die Richtige ist. Eine Spielbeschreibung habe ich im April 2009 geschrieben. Diese sollte helfen, das Spiel in den Grundzügen zu verstehen
Eckdaten
Ort: Spielwiese Berlin, Kopernikusstraße 24, 10245 Berlin
Datum: Freitag, 30.04.2010
Zeit: 19:00 bis 22:00 Uhr
Website: www.spielwiese-berlin.de
Anfahrtsskizze
Crunch & War on Terror
Am kommenden Samstag findet eine ganz spezielle Demo-Runde für zwei nicht ganz politisch korrekte Spiele im Gamers HQ statt. Die Rede ist von Crunch und War on Terror. Beide Spiele sind aus dem Hause TerrorBull Games und kommen aus Groß Britannien. Crunch nimmt die Bankenkrise auf die Schippe und lässt die Spieler als Bankvorstände Gelder veruntreuen, bei War on Terror versucht man die Welt in eine bessere Zukunft zu führen und dazu sind alle Mittel recht. Auf welcher Seite wird man am Ende stehen …?
Ort: Gamers HQ, Lepsiusstraße 33, 12163 Berlin
Datum: Samstag, 27.06.2009
Zeit: 18:00 Uhr bis 23:00 Uhr
Website: www.gamers-hq.de
War on Terror
April 24, 2009 by Tanis
Filed under Reviews, Rezensionen

Der Krieg gegen den Terrorismus, ein aussichtsloser Kampf? Nicht beim War on Terror Brettspiel von TerrorBull Games aus England. Hier versucht man als eines der teilnehmende Imperien (Empires) möglichst lange auf der guten Seite zu bleiben und die Welt von allem Übel zu befreien. Doch der Weg zu einer besseren Welt ist steinig und oft muss man selbst gewisse Dienste in Anspruch nehmen, um seinen rechtmäßigen Anspruch auf ein Stück Land durchzusetzen.
War on Terror ist ein satirisches Spiel, das die Vorgehensweise beim Krieg gegen den Terrorismus auf die Schippe nimmt. Im Laufe des Spiels wird jedem Spieler klar, dass er alleine nicht gewinnen kann doch einen “echten” Zusammenhalt gibt es halt doch nur auf der dunklen Seite der Macht. So wird man all zu oft vor der Entscheidung stehen, alles Gute fahren zu lassen, um mit zu den Gewinnern zu gehören.
Die “Guten” spielen im Grunde erstmal nur für sich, auch wenn sie natürlich Absprachen treffen werden. Die “Bösen” bilden eine Interessensgemeinschaft und werden von ihrem Beitritt zur Gemeinschaft alles versuchen, den Empire-Spielern zu schaden. Hier wird in der Regel der Schwächste unter Ihnen als erstes ins Fadenkreuz des Terrorismus geraten, doch die verbliebenen Imperien werden ihm bestimmt helfen.
Ein wunderschön sarkastisches Spiel, das man nicht all zu ernst nehmen sollte. Mit der nötigen Portion Humor kann man aber jede Menge Spaß haben. Das Spiel ist bisher nur in englisch erschienen, ob es eine deutsche Lokalisation geben wird, ist fraglich. Eine deutsche Spielanleitung wurde aber bei BoardGameGeek hinterlegt.
Kurzinfo
Publisher: TerrorBull Games
Release: 2006 (UK)
Spieler: 2-6 Spieler
Alter: ab 14 Jahren
Genre: Fun, Strategie
Spieldauer: 120 Minuten
Autoren: Andrew Sheerin, Andrew Tompkins
Illustrationen: Tom Morgan-Jones
EAN-Code: 5060121010161
Verpackung
Die Verpackung ist für ein Brettspiel ziemlich groß gehalten und beinaltet sämtliche Spielmaterialien. Die Illustration auf der Vorderseite gibt schon mal einen kurzen Einblick darauf, was den Spieler erwartet. Alles brennt, sogar die Eistüe eines kleinen Kindes. Die Welt brennt und nur Du kannst sie retten. Beginne (und beende vielleicht sogar) als Imperiums-Spieler und mach die Welt zu einem besseren Ort.
Abmessungen: folgt noch (Breite, Länge, Tiefe)
Gewicht: folgt noch
Inhalt
- Weltkarte + Achse des Bösen
- Wollmütze des Bösen (Evil Balaclava)
- Gefechtsregeln (Rules of Engagement)
- Kartendefinition (Card Appendix)
- 65 Imperiumskarten (Empire Cards)
- 47 Terroristenkarten (Terrorist Cards)
- 6 Referenzkarten (Reference Cards)
- 60 Öl-Counter (Oil Counters)
- 15 Verstahlungs-Counter (Radiation Counters)
- 300 Imperiums-Counter (Empire Counters)
- 100 Terroristen-Counter (Terrorist Counters)
- 2 Öl-Wurfel (Oil Dice)
- 1 Aktions-Würfel (Action Die)
- Block für geheime Nachrichten (Secret Message Pad)
- jede Menge Geld (Lots of Money)
Wie ihr seht, das Material ist sehr umfangreich, verliert sich aber ein wenig in der riesigen Packung.
Die Spielelemente im Einzelnen:

- Weltkarte
Die Weltkarte bei War on Terror ist eine fast detailgetreue Version der uns bekannten Welt. Regionen wie “Nowhere” oder auch “Middle of Nowhere” kennen wir als Südpol. Man beachte die Achse des Bösen (Axis of Evil), die die sechs Spielerfarben in sich vereint.
- Gefechtsregeln & Kartendefinition (Rules of Engagement & Card Appendix)
Diese Unterlagen dienen zum Verständnis des Spiels selbst. Die Spielregel umfasst den gesamten Spielablauf mit jeder Menge Beispielen. In der Kartendefinition findet man die Karten noch mal genauer beschrieben, um offene Fragen in alle möglichen Spielsituationen zu beantworten.
- Imperiumskarten / Terroristenkarten (Empire Cards / Terrorist Cards)
Die Spiel umfasst jede Menge Karten für gute und böse Spieler. Die Imperien haben Zugriff auf die Imperiumskarten (schwarz). Zwei gibt es immer, weitere kann man für je 50 Millionen dazukaufen. Die Terroristenkarten (rot) sind nur den Terroristen und dem Evil Empire (das mit der Mütze) zugänglich, aber auch Imperien kommen unter Umständen an diese Karten heran.

- Weiteres Spielmaterial (Counter, Notizblock, Mütze, Würfel)
Außerdem haben wir noch jede Menge anderes Material. So gibt es für jedes Imperium (Empire) drei verschiedene Arten von Spielsteinen, deren Farben zugegebenermaßen etwas gewöhnungsbedürftig sind. Würfel und Markierungsblips sind ebenfalls dabei und die formschöne Wollmütze, die sich der Spieler des Evil Empire auch gerne aufsetzen kann, runden das Ganze ab.
- Das Geld
Und nicht zu vergessen ist natürlich das liebe Geld. Dieses gibt es in den Werten 5, 10, 20, 50, 100 und 500 Millionen, frisch gedruckt von der Weltbank des Kapitalismus.
for the profit of few at the cost of many
für den profit von wenigen auf kosten von vielen
Spielablauf
Das Spiel läuft in zwei Phasen ab, erst agieren die Empire-Spieler, dann sind der oder die Terroristen an der Reihe und bewegen oder ziehen ihre Einheiten zusammen.
Spielzug der Imperien
- Den Aktionswürfel werfen
- Zwei Imperiumskarten ziehen
- “Spielen”
- Den Öl-Ertrags-Würfel werfen
Der Aktionswürfel hat sechs Seiten. Es zeigt Zahlen, die die möglichen Entwicklungen (Developments), die das Imperium maximal durchführen kann. Dazu kommen noch drei Symbole, die entweder eine zusätzliche Imperiumskarte, das Mischen des Imperium-Kartenstapels oder das Drehen der Achse des Bösen bewirken.
Danach werden zwei Karten vom Imperiumstapel gezogen.
Das “Spielen” ist der komplexeste Teil eines Spielzugs. Hier können die folgenden, vier verschiedenen, Aktionen durchgeführt werden.
- bis zu zwei zusätzliche Imperiumskarten kaufen (zu je 50 Millionen)
- beliebig viele Karten spielen
- Entwicklungen (abhängig vom Zahlenwert Aktionswürfel)
- eine beliebe Anzahl von Terroristen von der Weltbank kaufen
Nachdem gespielt wurde, werden noch die Öl-Würfel geworfen und zeigen an, in welchen Ländern Öl gefördert und zu Geld gemacht werden kann. Die Ölproduktion ist von der Größe der Siedlung abhängig. Hier haben wir Dorf, Stadt und Metropole (Village, Town, City) zur Auswahl.
Spielzug der Terroristen
- Den Aktionswürfel werfen
- Zwei Terroristenkarten ziehen
- “Spielen”
- Den Öl-Ertrags-Würfel werfen
Der Aktionswürfel hat auch für Terroristen sechs Seiten. Es zeigt Zahlen, die die möglichen Bewegungen (Movements), die das Imperium maximal durchführen kann. Dazu kommen noch drei Symbole, die entweder eine zusätzliche Terroristenkarte, das Mischen des Terroristen-Kartenstapels oder das Drehen der Achse des Bösen bewirken.
Danach werden zwei Karten vom Terroristenstapel gezogen.
Das “Spielen” dauert auch bei den Schurken ein wenig länger, vor allem bei mehr als einem Terroristen, denn da muss man sich ja auch beraten.
- bis zu zwei zusätzliche Imperiumskarten kaufen (zu je 50 Millionen)
- beliebig viele Karten spielen
- Bewegungen (abhängig vom Zahlenwert Aktionswürfel)
- eine beliebe Anzahl von Terroristen von der Weltbank kaufen
Nachdem gespielt wurde, werden die Öl-Würfel geworfen auch wenn sie den Terroristen kein Geld mehr bringen, da nur Imperium-Spieler Öl anhand ihrer Ansiedlungen bekommen (Village, Town, City).
Das Spiel gewinnen
Sowohl die “Guten” als auch die “Bösen” können das Spiel gewinnen. Um zu gewinnen, muss man einen bestimmten Bereich der Welt “befreien”.
- Imperium-Spieler benötigen mindestens eine Ansiedlung pro Region in einem Kontinent, um
diesen für sich zu beanspruchen. - Jede Stadt zählt als ein Befreiungspunkt.
- Die Summe der benötigten Befreiungspunkte ist von der Zahl der verbliebenen Imperien abhängig.
6 Imperien = 12 Befreiungspunkte
5 Imperien = 11 Befreiungspunkte
4 Imperien = 10 Befreiungspunkte
3 Imperien = 9 Befreiungspunkte
2 Imperien = 8 Befreiungspunkte
1 Imperium = 7 Befreiungspunkte
Die gesamte Welt ist nur 15 Befreiungspunkte wert ist, man sollte als früh damit beginnen Metropolen zu bauen. Erreicht man diese Punktzahl, hat man die Welt von allem Übel befreit und das Spiel gewonnen.
Fazit
Ein rabenschwarzes Spiel, dass nicht ohne Grund keinen Verlag gefunden hat, der es verlegen wollte. An vielen Stellen vielleicht etwas zu hart, zeigt es aber die Realität, die uns tagtäglich umgibt. Die drei Macher von War on Terror gründeten kurzerhand TerrorBull Games, die Firma die das Spiel produziert und vertreibt. Dieser Schritt hat sich durchaus bezahlt gemacht, denn mehrere tausend Kopien wurden bisher verkauft und seit Mitte April hat man ein zweites Spiel (Crunch) im Programm.
Im Verlauf des Spiels verschwimmen die Grenzen zischen “Gut” und “Böse” immer mehr und ehe man sich versieht, hat man sein hart erkämpftes Geld für die Hilfe ausgegeben, die sich eines Tages gegen einen selbst richten wird. Darum sollte man genau überlegen, ob man den Terrorismus finanziert oder die Kröten doch lieber für größere Städte ausgibt. Nicht zu unterschätzen sind die Spielkarten, die teilweise sehr mächtig sind und den einen oder anderen Lacher verursachen werden.
Wer genau hinschaut, wird bestimmte Elemente aus anderen Spielen wiedererkenne. So zum Beispiel Siedler bei der Ölförderung oder Risiko beim Erobern neuer Ländereien. Sehr zu empfehlen, hundsgemein und trotzdem immer wieder eine Spielrunde wert. Wer schon immer mal gemein sein wollte und darüber mit seinen Mitspielern lachen möchte, der sollte sich War on Terror unbedingt mal ansehen.
Wertung
| Spiel | Material | ||||||
| Interaktion | Anleitung | Glück | |||||
| Spielspaß | Umfang | Strategie | |||||
| Wiederspielwert | Verpackung | Schwierigkeit | |||||
| Gesamt | Gesamt | ||||||
| Gesamtwertung |
Weitere Rezensionen
BoardGameGeek.com – War on Terror
Kaufen
In Berlin
Spielwiese Berlin (39,95 Euro)
Kopernikusstraße 24
10245 Berlin
030 / 28034088
Im Internet
Cookelani (44,95 Euro + 4,90 Euro Porto & Versand)
TerrorBull Games (£29.95 + £3.55 Porto & Versand)
Crunch
April 21, 2009 by Tanis
Filed under Reviews, Rezensionen
Die Bankenkrise ist noch recht jung und umso aktueller ist natürlich das Thema. Bei Crunch (Die Krise) spielt man einen von maximal vier Bankvorständen und versucht im Laufe des Spiels, neben den normalen krummen Geschäften auch für sich selbst vorzusorgen, denn auch im Alter hat man Bedürfnisse, die sich am besten mit viel Geld befriedigen lassen.
Während man Arbeitskräfte (Workforce) einstellt und diesen Löhne (Debt) zahlt, versucht man seinen Kontrahenten Streiks unterzujubeln, um deren Profite in den Keller zu treiben. Anteile an Öl- oder Waffenkonzernen sind immer gut und zahlen sich im Falle eines Crunch (einer Krise) aus. Doch man sollte aufpassen, dass man sich nicht all zu sehr verschuldet. Solange keiner etwas von den Schulden mitbekommt, ist alles gut, doch wenn dann mal der Finanzprüfer vorbeischaut, kann es ganz schnell vorbei sein.
Ebenso muss man auf den Ruf (Trust) seiner Bank achten, wenn dieser nämlich vollkommen den Bach runtergegangen ist, wars das mit der Karriere als Bankvorstand. Dann darf man nur noch zuschauen, wie die anderen Gelder verschieben und insgeheim darauf hoffen, dass die veruntreuten Gelder ausreichen, um am Ende das meiste Geld sein Eigen zu nennen.
Das Spiel ist bisher nur in englisch erschienen, ob es eine deutsche Lokalisation geben wird, ist fraglich. Auch schon wie der Vorgänger “War on Terror” fand sich aufgrund des prekären Themas kein Verlag, der das Spiel herstellen wollte. So wird man wohl vorerst mit der englischen Version Vorlieb nehmen müssen, was aber im Grunde kein Problem darstellen sollte.
Kurzinfo
Publisher: TerrorBull Games
Release: 2009 (UK)
Spieler: 2-4 Spieler
Alter: ab 12 Jahren
Genre: Fun
Spieldauer: 45 Minuten
Autoren: Andrew Sheerin, Andrew Tompkins
Illustrationen: Tom Morgan-Jones
EAN-Code: 5060200250013
Verpackung
Die Verpackung ist aus Standartpappe und beinaltet sämtliche Spielmaterialien. Die Illustration auf der Vorderseite gibt schon mal einen kurzen Einblick darauf, was den Spieler erwartet. Ebenso sind die Angaben wie Spieldauer, Spieleranzahl und Altersempfehlung verzeichnet. Auf der Rückseite ist eine kurze Zusammenfassung des Spiels niedergeschrieben.
Abmessungen: folgt noch (Breite, Länge, Tiefe)
Gewicht: folgt noch
Inhalt
- 64 Actions/Vermögenskarten (Asset/Action Cards)
- 34 Ereigniskarten (Event Cards)
- 15 Konzern/Finanzierungshilfekarten (Trust/Goverment Bailout Cards)
- 15 Personalkarten (Workforce Cards)
- 1 Anleitung (sheet of rules)
Alles was man zum Spielen benötigt, ist im Spiel enthalten. Die Kartendecks rotieren das ganze Spiel hindurch, also keine Sorge wegen zu weniger Spielkarten. Die Karten bilden vier Kartendecks, von denen sich alle Spieler bedienen.
Die Karten im Einzelnen:

- 64 Altions/Vermögenskarten (Asset - Wert von 1 bis 7 Milliarden)
Vermögenskarten können als Schulden auf Personalkarten ausgelegt, in der Hand behalten oder veruntreut werden. Einige haben zusätzlich noch Aktionsmöglichkeiten.

- 34 Ereigniskarten (Event - mit Geschehnissen die alle Spieler betreffen)
Ereigniskarten betreffen immer alle Spieler. Jede Runde wird eine dieser Karten aufgedeckt.

- 15 Konzern/Finanzierungshilfekarten (Trust - zwischen nichts und 5 Milliarden staatlicher Zuschüsse)
Die Konzern/Finanzierungshilfekarten stellen den Ruf bzw. die Glaubwürdigkeit der jeweiligen Bank dar. In schweren Zeiten können diese abgelegt und finanzielle Unterstützung vom Staat erbeten werden.

- 15 Personalkarten (Workforce - Low, Middle und High Risc)
Die Personalkarten gibt es in drei Farben (grün, orange und rot) und stellen den Typ der Lohnkosten dar. Niedriges Risiko (grün), mittleres Risiko (orange) und hohes Risiko (rot). Jede Karte zeigt an, wieviele Vermögenskarten auf dieser abgelegt werden können. Außerdem sind jede Runde die Personalkosten für die jeweilige Karte aufzubringen. Kann man dies nicht, ist man bankrott!
Spielablauf
Der Spielablauf beinhaltet immer die vier, nacheinander folgenden, Schritte.
- Personal verwalten
a) Personal einstellen
b) Personal entlassen
c) nichts tun - Betriebskosten zahlen
- Vermögen als Schulden (Lohnerhöhungen) auslegen
- Ereigniskarte aufdecken
Immer wenn man an der Reihe ist, kann man zu seinem Personal weitere Mitarbeiter einstellen. Dazu nimmt man die oberste Personalkarte (Workforce). Gefällt einem diese nicht, kann man für 1 Milliarde die oberste Karte unter den Stapel legen und die oberste Karte aufdecken. Wenn man neues Personal einstellt, bekommt man auf jeden fall eine Konzernkarte (Trust).
Arbeitskräfte entlassen wirft kein gutes Bild auf das Bankgewerbe. Wenn der Spieler Leute entlässt, muss er die oberste Konzernkarte (Trust) unter den dazugehörigen Zugstapel legen.
Nichts tun ist am Einfachsten, alles bleibt so wie es ist …
Danach bezahlt man seine Arbeitskräfte, dazu addiert man die Summer der Betriebskosten oben rechts auf den Personalkarten und bezahlt die entsprechende Summe mit Vermögenskarten (Asset) von der Hand. Wer es nicht passend hat, bekommt auch kein Geld zurück!
Als dritter Schritt ist dann das erhöhen der Schulden an seine Arbeitnehmer möglich. Dies wird dann durch bestimmte Ereigniskarten (Interest Payments) mit fetten Gewinnen belohnt. Man sollte also genau überlegen, welcher Personalsparte man wieviel Geld zukommen lässt.
Als letzte Aktion wird die oberste Ereigniskarte (Event) aufgedeckt und geschaut, was da so kommt. So kann es passieren, dass es eine Finanzkrise (Crunch) gibt, oder aber bestimmte Personalgruppen Geld ausschütten. Der Weltfrieden ist auch Teil des Spiels, hier verliert man jedoch Anteile an der Waffenindustrie. Was man nicht alles tut, für ein gutes Firmenimage.
Fazit
Eine klasse Umsetzung für ein weiteres, kritisches Spiel aus dem Hause TerrorBull Games. Die Finanzkrise wird hier aufs Korn genommen und an alles wurde gedacht. Es ist ja nur ein Spiel … oder doch nicht? Vor der Bank von England konnten die drei Macher von Crunch jedenfalls niemanden zu einer Runde Crunch bewegen. Die Illustrationen sind herrlich sarkastisch, ebenso die Karten und ihre oftmals rabenschwarze Funktion.
Sehr zu empfehlen für Menschen mit dem entsprechenden Humor. Wem War on Terror gefiel, der wird auch an Crunch seine helle Freude finden. Die Mindestspieleranzahl ist für meinen Geschmack jedoch zu gering, zu leicht wird man beim Wegschaffen von Geldern erwischt. Ab drei Spielern ist genügend Trubel am Tisch, so dass man sich unbehelligt die eigenen Taschen vollstecken kann.
Wertung
| Spiel | Material | ||||||
| Interaktion | Anleitung | Glück | |||||
| Spielspaß | Umfang | Strategie | |||||
| Wiederspielwert | Verpackung | Schwierigkeit | |||||
| Gesamt | Gesamt | ||||||
| Gesamtwertung |
Weitere Rezensionen
BoardGameGeek.com – Crunch
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In Berlin
Spielwiese Berlin (14,95 €)
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Crunch-Demo in Berlin
April 8, 2009 by Tanis
Filed under Berlin, Kartenspiele
Es ist soweit! Crunch ist erschienen und wurde Anfag der Woche nach Berlin verschickt. Michael und ich warten schon ganz ungeduldig auf das Paket mit den ersten, druckfrischen Kartensets. In der Spielwiese werden wir morgen Abend ab 19:00 Uhr das zweite politisch inkorrekte Spiel aus dem Hause TerrorBull Games gespielt. Exklusiv und sozusagen als Deutschland-Premiere habt ihr die Möglichkeit, am morgigen Abend in die miesen Machenschaften der Bankvorstände einzutauchen und selbst in ein paar Stunden euer Milliarden-Unternehmen gekonnt zu schröpfen oder mit großen Brumborium gegen die Wand zu fahren.
Die Macher des Spiels empfehlen übrigens einen dreiteiligen Anzug beim Spiel zu tragen, nicht zuletzt weil dieser viele Möglichkeiten bietet, sich sprichwörtlich die Taschen vollzustecken. Wir freuen uns auf euren Besuch und rechnen mit jeder Menge Spaß.
Hier geht´s direkt zum Termin mit den Adressdaten.
Und hier kommt ihr direkt zur Crunch-Review.
Crunch erscheint nächste Woche!
März 24, 2009 by Tanis
Filed under Kartenspiele, Spiele
Das neue Spiel aus dem Hause TerrorBull Games ist so gut wie fertiggestellt. Heute schrieb mir Andy, dass es Mitte nächster Woche versandfertig sein soll, auf dem Blog der drei Engländer sieht man auch schon die gedruckten Kartenbögen, die nun nur noch ausgeschnitten werden müssen.
Als CEO (Chief Executive Officer) einer globalen Bank ist es Deine Aufgabe, für einen möglichst komfortablen Ruhestand vorzusorgen. Koste es, was es wolle … beschaffe Dir staatliche Zuschüsse, zahle Dir unangemessene Boni aus – natürlich nur wenn keiner hinsieht – schaff soviel Geld beiseite, wie nur irgend möglich, bevor alles um Dich herum zusammenbricht.
Das Spiel Crunch ist das zweite Spiel aus dem Haus TerrorBull Games und spricht auch diesmal ein kritisches Thema, nämlich die Bankenkrise, an. Als Vorstand einer Bank schröpft man selbige, aber nicht zu viel, sonst ist es schneller vorbei als bei den Anderen. Zum Glück nur ein Spiel … oder?
Wer das Spiel haben will, sollte jetzt schon per Mail in der Spielwiese vorbestellen.
Und hier kommt ihr direkt zur Crunch-Review.
Und hier noch ein paar Bilder der Spielkarten:








